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KONFERENZ:   9. Dezember 2005 in Mainz

Nachhaltigkeit ist Friedenssicherung
Wie verhindern wir ein Jahrhundert der Verteilungskonflikte?


Thema: Kampf um Ressourcen als Konfliktursache
Datum: 9.12.05, 9.00 bis 15.30 Uhr
Ort: Staatskanzlei Mainz
Veranstalter: Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz
Klaus Jensen Stiftung
Wehrbereichskommando II der Bundeswehr

Vortrag in der Staatskanzlei Mainz
Prof. Dr. E. U. v. Weizsäcker während seines Vortrags

Grundlage der Veranstaltung ist die bestehende Kooperationsvereinbarung „Friedenssicherung und Nachhaltigkeit“ des Umweltministeriums mit dem Wehrbereichskommando II der Bundeswehr. Die Moderation erfolgte durch Klaus Jensen.


Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Nachhaltigkeit und Friedenssicherung? Was hat also zukunftsfähiger Ressourcenverbrauch, mit dem „gegenwärtige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können“ (Brundtland-Definition nachhaltiger Entwicklung) mit Frieden zu tun?

Klaus Jensen im Gespräch
Klaus Jensen im Gespräch mit M. Conrad,
R. K. Pachauri und B. Diepenhorst

Ein Ausschnitt aus dem Einladungstext verdeutlicht den Zusammenhang:

Es gibt viele ernst zu nehmende Anzeichen dafür, dass in unserem noch jungen Jahrhundert die größte Bedrohung des Friedens von den Auseinandersetzungen um knapper werdende natürliche Ressourcen ausgeht. Verteilungskonflikte bedrohen schon heute die Stabilität vieler Regionen auf dieser Erde. Begriffe wie „Ölkriege“, „Blutdiamanten“ und „Wasserkriege“ weisen hin auf die weltweit zunehmende Bedeutung von Ressourcenkämpfen als Konfliktursache.

Gleichzeitig: Unser Energieverbrauch auf Basis fossiler, dazu endlicher Ressourcen, verändert das Klima der Erde mit ganz erheblichen Folgen, wie dem Anstieg des Meeresspiegels und der Ausdehnung der Wüsten. Nicht absehbare neuartige Flüchtlingsströme werden entstehen.
Diese Entwicklungen müssen unsere Sicherheitspolitik stärker bestimmen. Soziale, ökonomische und ökologische Stabilität sind die Fundamente für Frieden und Sicherheit in einer globalisierten Welt. Nachhaltigkeit rückt somit in das Zentrum politischer Entscheidungen, gesellschaftlicher Weichenstellungen und persönlichen Lebensstils. Nachhaltigkeit ist Friedenssicherung. Darüber muss geredet werden.


Die Veranstalter durften ein sehr heterogenes, hochkarätiges und zum Teil weit her gereistes Publikum begrüßen: Neben Parlamentariern und offiziellen Auslandsvertretern tummelten sich Wissenschaftler, Wirtschafts- und Medienvertreter, sowie Mitglieder kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Gruppen und interessierte Privatpersonen. Das Publikum konnte sich neben der äußerst hochkarätigen und vielfältigen Besetzung der Redner/innen gut sehen lassen, die zu den folgenden Themen sprachen:

Die Redner und Rednerinnen
v.r.n.l.: M. Conrad, R. K. Pachauri,
E. U. v. Weizsäcker, B. Diepenhorst, K. Jensen

Margit Conrad
Ministerin für Umwelt und Forsten
Eröffnung
Eine Politik der Nachhaltigkeit ist Friedenssicherung

Rajendra K. Pachauri
Chairman Intergovernmental Panel on Climate Change
Nachhaltig leben als Voraussetzung für Frieden in der Welt

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Ressourcenknappheit und Lebensstile als Kriegsursachen

Bernd Diepenhorst
Generalmajor, Befehlshaber im Wehrbereich II
Friedenssicherung und Nachhaltigkeit aus Sicht der Bundeswehr

Ernst Schwanhold
President Environment, Safety and Energy, BASF AG
Entkoppelung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch als neues Paradigma?


Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion

Nach den anregenden Einzelbeiträgen folgte eine Podiumsdiskussion mit den Referentinnen und Referenten unter den Leitfragen: Was muss sich ändern und wie? Welches sind die Handlungsoptionen für Entscheidungsträger? Anschließend nutzte das Publikum die Gelegenheit zur lebendigen und anregenden Aussprache.




Anmerkungen zu den Programmänderungen:

Rajendra K. Pachauri wurde eingeladen, nachdem Prof. Wangari Muta Maathai, (Friedensnobelpreisträgerin 2004, Vice Minister of Environment and Natural Resources, Kenia) aus innenpolitischen Gründen ihre Teilnahme leider kurzfristig absagen musste. Die Veranstalter freuten sich, stattdessen mit Herrn Rajendra K. Pachauri (Vorsitzender der UN-Spezialorganisation Intergovernmental Panel on Climate Change) eine international hochrangige Persönlichkeit aus dem Bereich Klimawandel zu Gast zu haben.

Links:

Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland Pfalz: www.muf.rlp.de
Intergovernmental Panel on Climate Change: www.ipcc.ch
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker: http://weizsaecker.bawue.spd.de
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie: www.wupperinst.org
Club of Rome: www.clubofrome.de



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