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Gewaltprävention in Rheinland-Pfalz



Hintergrund:

„Gewalt“ ist (leider) ein Dauerthema, auch in Deutschland. Gewalt an Schulen, in der Familie, auf der Straße, in Fußballstadien - Gewalt tritt in allen gesellschaftlichen Bereichen unserer Gesellschaft auf! Die unterschiedlichen Formen bewusst zu machen, Gewalt zu verhindern, (potentielle) Opfer zu schützen und Prävention zu betreiben gehört zu den wichtigsten Aufgaben - auch in unserer Gesellschaft.

In Rheinland-Pfalz gibt es vielfältige politische Anstrengungen, Gewaltprävention zu betreiben. Auch zivilgesellschaftliche Kräfte engagieren sich auf Landesebene und in den Kommunen. In dem Projekt „Gewaltprävention in Rheinland-Pfalz“ haben sich zwei dieser Akteure – die Leitstelle „Kriminalprävention“ des Ministeriums des Innern und für Sport und die “Klaus Jensen Stiftung„ zusammengetan mit dem Ziel, die Präventionsarbeit im Bundesland zu fördern.
Denn: Insbesondere auf kommunaler Ebene gibt es eine Vielzahl an Aktivitäten und Akteuren im Bereich der Gewaltprävention, häufig im Rahmen so genannter kriminalpräventiver Gremien. Diese leisten zum Teil sehr engagierte Arbeit; allerdings gibt es auch wenig aktive Kommunen oder solche, die sich der Gewaltprävention überhaupt nicht annehmen.


Ziele und Aktivitäten:

Vor diesem Hintergrund führte die “Klaus Jensen Stiftung“ unter der Leitung von Julia Jäger Workshops, Befragungen und Gespräche durch und legte Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Gewaltprävention in Rheinland-Pfalz vor. In Ludwigshafen am Rhein sollen diese Erkenntnisse in einem Modellprojekt umgesetzt werden. Insgesamt werden folgende wesentlichen Empfehlungen ausgesprochen:

Neben dem quantitativen Ausbau der Gewaltprävention muss die Gewaltprävention vor allem qualitativ weiterentwickelt werden. Hierzu sollte eine Beratungsstelle eingerichtet werden, die den Akteuren wissenschaftlich gesichertes Praxiswissen und Handlungskonzepte vermittelt sowie Weiterbildungen anbietet.
Forschungen müssen vor allem im Bereich der Dunkelfeldstudien und Opferbefragungen, aber auch in der Evaluationsforschung verstärkt werden.
Nach außen meist nicht sichtbare Gewaltphänomene, wie vor allem die häusliche Gewalt, müssen stärker berücksichtigt werden. Hier gilt es, möglichst früh Hilfen für Risikofamilien anzubieten.
Die Akteure sollten darin geschult werden, eine Konfliktperspektive einzunehmen. Sie hilft, Gewaltphänomene zu verstehen und dahinter stehende Konflikte zu bearbeiten, indem Betroffene zu Beteiligten gemacht werden.
Kommunale Institutionen und Polizei sollten stärker mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Netzwerken, wie z.B. den Initiativen gegen Rechtsextremismus, zusammenarbeiten.
Zur Vermittlung von Informationen und zur Stärkung des Sicherheitsgefühls müssen die Medien verstärkt in eine aufklärende, faktenbasierte Öffentlichkeitsarbeit einbezogen werden.

Insgesamt gilt es, von isolierten Einzelmaßnahmen wegzukommen hin zu einem vernetzten Gesamtansatz aller relevanten Präventions-Programme. So sind beispielsweise in den Erziehungs- und Bildungsinstitutionen, wie Kindertagesstätten und Schulen, grundsätzliche Entwicklungen voranzutreiben, um der Gewalt den Nährboden zu entziehen und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten im Rahmen einer friedlichen Streitkultur zu ermöglichen.


Financiers und Kooperation:

Das Projekt wurde durch Mittel des Fördervereins Kriminalprävention in Rheinland-Pfalz e.V., der BASF und durch eine Spende des Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz finanziert.
Die Leitstelle Prävention des Landes Rheinland-Pfalz und die Stadt Ludwigshafen unterstützten das Projekt inhaltlich und organisatorisch.



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