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 Konfliktbearbeitung in Ruanda-Burundi

Im August 2013 unterstützte die Klaus Jensen Stiftung ein einwöchiges Training zu Konfliktprävention und friedlichen Konfliktlösungsmethoden in Ruanda. Teilnehmer waren 25 ruandische Frauen und Männer, welche als freiwillige Sozialarbeiter traumatisierte Menschen begleiten und wieder in die Gesellschaft eingliedern. Durchgeführt wurde das Training von IBUKA, dem ruandischen Netzwerkverband für Genozidüberlebende. 20 Jahre nach dem Genozid zeichnete sich für IBUKA immer deutlicher ab, dass ihre langjährige Expertise in Traumabearbeitung nicht ausreicht, um friedliches Zusammenleben in Ruanda zu fördern. Mit der burundischen Partnerorganisation Mi-PAREC haben sie die unterschiedlichen Erfahrungen der beiden Nachbarländer zusammengebracht und eine gemeinsame Ausbildung für Trauma- und Konfliktbearbeitung entwickelt. Zielgruppe dieser Trainings sind die oben genannten Sozialarbeiter, welche auf freiwilliger Basis Leuten in ihrer Umgebung, die Schwierigkeiten mit Traumasymptomen oder Konflikten haben, mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Gruppe in Ruanda wurde von einem burundischen und einer ruandischen Trainerin betreut. Die Trainings sind sehr praxisorientiert und basieren darauf, dass die Teilnehmer ihre eigenen Beispiele und Erfahrungen einbringen. Die Teilnehmer lernen Trauma und Konflikte besser zu verstehen und gleichzeitig Methoden, wie sie mit diesen umgehen und sich selbst und anderen helfen können.

Während ausführlicherÜbungen zur Konfliktanalyse verstehen die Teilnehmer den Zusammenhang zwischen Trauma und Konflikten. „Trauma kann sowohl die Ursache als auch die Folge von gewaltvollen Konflikten sein,“ sagt die ruandische Trainerin Clarisse Umurisa, welche als Psychologin für IBUKA arbeitet. Die Beispiele aus der Gruppenarbeit zeigen dies: Ein Landkonflikt, bei welchem der Streit über den Besitz eines Feldes mit Gewalt ausgetragen wird, löst bei den Konfliktparteien Erinnerungen aus, welche zu Ohnmacht, Schlaflosigkeit und Realitätsverlust führen – alles Symptome einer Posttraumtischen Belastungsstörung (kurz: PTSD). Auf der anderen Seite können gerade diese Symptome  Ursache von Konflikten sein.  Eine Frau, welche seit Jahren unter PTSD leidet, schafft es nicht ihren häuslichen Pflichten gerecht zu werden. Sie kann nicht schlafen, ist depressiv und hat mit wiederkehrenden Bildern vom Tod ihrer Familie zu kämpfen. Sie zieht sich immer weiter zurück, während ihr Ehemann nicht verstehen kann, was mit seiner Frau passiert. Die Situation führt zu täglichen Auseinandersetzungen.

Die Teilnehmer des Trainings sind Feuer und Flamme. Jeder kennt Situationen wie diese aus seinem Alltag und kann ein eigenes Beispiel beisteuern. Emmanuel Nibayubahe, ein erfahrener Trainer für Konfliktmanagement aus Burundi nutzt die Beispiele, um Rollenspiele für eine Mediation zu entwerfen. „Das wichtigste ist, dass beide Konfliktparteien den Mediator als neutrale Person akzeptieren. Vertrauen ist wichtig.“ Ein weiterer Pluspunkt der freiwilligen Sozialarbeiter, welche oft Leute in ihrer Nachbarschaft unterstützen, wo man sich kennt und gute Beziehungen pflegt.

Die Teilnehmer des Trainings sind sehr zufrieden. Sie fühlen sich nun besser imstande die Menschen in ihrenDörfernzu unterstützen. Trotzdem sind sie weiter wissbegierig, denn die Konflikte in der Gesellschaft sind divers und komplex. „Im nächsten Training möchte ich gerne mehr zu Menschenrechten und Landgesetzen lernen,“wünscht sich Sozialarbeiterin Alphonsine. Friedliche Konfliktlösung ist ein Prozess – und nur 20 Jahre nach dem Genozid, sind die ruandischen Sozialarbeiter auf dem besten Wege, diesen in ihrer Gesellschaft zu voranzutreiben.

 

Bericht von Lucia Fetzer, Friedensfachkraft der GIZ-ZFD für IBUKA

   
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